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Doyle Brunsons Autobiographie ‘The Godfather of Poker‘ jetzt erhältlich  (16/11/09)

Pokerlegende erzählt alles über sein Leben als Spieler

„Ich betrachte dieses Buch immer noch mit gemischten Gefühlen“, kommentierte Doyle Brunson in seinem Blog.

 

Nach dem Lesen dieses Buches (‘The Godfather of Poker‘, 384 Seiten, illustriert, gebunden, $26,95) werden die Pokerfans keine Probleme mit gemischten Gefühlen haben.

 

Stattdessen werden sie froh sein, dass die lebende Spiellegende beschlossen hat, nichts vorzuenthalten, sondern dass das Buch reich an narrativer Dichte, Details und Geschichten ist, die sein Pionierpokerleben und seine Beiträge beschreiben.

 

Während einige Pokerbiographien etwas fleischlos sind, ist Brunsons Biographie vollgepackt mit lebhaften Erinnerungen an Menschen, Events und Plätzen, die sein von hohen Einsätzen bestimmtes Leben prägten.   

 

Mike Cochran, den Doyle Brunson seit ihrer gemeinsamen Collegezeit an der Hardin-Simmons Universität kennt, half ihm, das Buch zusammenzustellen. Cochran verbrachte vorher vier Dekaden damit, anschauliche Beiträge für die Associated Press zu schreiben. Es ist eine brillante Pokergeschichte entstanden. Sie schildert nicht nur Brunsons Leben, sondern beschreibt auch die Geburt der High-Stakes Pokerwelt, mit der sich die Leute täglich beschäftigen.

 

„Die Geschichte von Brunson ist eine für die Ewigkeit“, sagt Cochran in der Einführung. „Ein klassisches Paradoxon, das auf einer armen, trockenen Baumwollfarm in Westtexas begann und siebzig Jahre später in den schillernden Casinos in Las Vegas und glitzernden Cardrooms im ganzen Land und der ganzen Welt spielt.”

 

Die Geschichte bringt den Leser von Brunsons in Longworth, Texas, verbrachter Kindheit nach Fort Worth’s Exchange Avenue, wo “Schießereien, Messerstechereien und Faustkämpfe an der Tagesordnung waren”. Es geht dann weiter zu den Seitenstraßen des Texas Pokercircuits, wo Brunson, Johnny Moss, Sailor Roberts und Amarillo Slim Preston berühmt wurden, bevor sie in das frühe Las Vegas wechselten.

 

Wenn Brunson sein Leben erzählt, präsentiert er Reihe von farbenfrohen Charakteren, Weltklasseschwindlern und –gangstern, die die von hohen Einsätzen geprägte Welt dominierten, die er frequentierte. Minnesota Fats, Bill Boyd, Archie Karas, Jimmy Chagra, Titanic Thompson, Tony Spilotro, Lefty Rosenthal, Benny Binion, Puggy Pearson, Stu Unger und Chip Reese, um nur einige zu nennen, sind alles Legenden, mit denen er verkehrte. Und die Geschichten, die Brunson mit diesen unterschiedlichen Persönlichkeiten teilt, machen es einem schwer, das Buch wegzulegen.

 

Brunson gestattet den Lesern auch einen kurzen Blick auf sein privates Leben und die Tragödien, die er erlitt, einschließlich des Todes seines erstgeborenen Kindes und eine ungewöhnliche Verletzung, die eine professionelle Sportkarriere verhinderten. Im Buch zeichnet er auf, wie er die Jahre überlebte, die vom Pleitesein bis zum Wetteinsatz von $1,6 Millionen bei einer Runde Golf gingen. Es war alles nur ein weiterer Tag im Büro. Brunson ist ganz und gar ehrlich und unerschrocken.

 

 

In einem der humorvolleren Kapitel beschreibt Brunson detailliert die Risiken, die er im Geschäftsleben einging. „Viele meiner Geschäftstätigkeiten gingen schneller den Bach runter als man denken könnte“, sagt er. Was auch immer es war, Brunson gab Geld dafür aus – so für den Versuch, die Titanic zu bergen, die Arche Noah zu finden, für den Kauf von Gold- und Smaragdminen und die Finanzierung von christlichen Fernsehnetzwerken – und es lief wahrscheinlich nicht immer zu gut.

Im hinteren Buchteil spricht Brunson darüber, wie das Spiel dank Online-Poker, Fernsehen und Unterstützung durch die Prominenz in ein “kulturelles Phänomen“ verwandelt wurde.

Brunson, ein zweimaliger WSOP Main Event-Champion gibt in seinem Buch zu, dass er 1972 auf den Titel verzichtete. Er gab seine Chips einfach Amarillo Slim.

„Ich hatte Angst vor der Publicity, die der Gewinn dieses Events mit sich bringen und der schrecklichen Schande, die er für meine Familie bedeuten würde. „Meine irgendwie gearteten Vorstellungen wandelten sich drei Dekaden später.“

Am Ende des Buches sagt Brunson: „Ich habe eingesehen, dass es an uns ist, die Lebenserfahrungen zu bewahren und sie wie dauerhafte Geschenke zu schätzen, wie Diamanten, die in deinem Kopf funkeln.“

Zum Glück gibt es nun die vorher nur mündliche Geschichte von den Wilder-Westen-Tagen in schriftlicher Form, da sich Brunson entschlossen hat, seine Erfahrungen mit uns zu teilen.

’The Godfather of Poker: Doyle Brunson’

Eine Autobigraphie mit Mike Cochran

384 Seiten. Cardoza Publishing. $26.95

AUTHOR:
Monika
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